Stroopwafels: Rezept für holländische Sirupwaffeln mit Karamell und Zimt

Pile de stroopwafels faites maison, gaufrettes hollandaises fines et quadrillées, une cassée en deux laissant couler le sirop caramel, une autre posée sur une tasse de café fumante, bâton de cannelle et carreaux bleus de Delft
Team Curcuma

Stroopwafels (holländische Sirupwaffeln)

Die berühmten Waffeln aus den Niederlanden: zwei dünne, knusprige Scheiben aus Hefeteig, im fein gemusterten Eisen gebacken und mit einem Karamellsirup aus Butter, braunem Zucker und Zimt zusammengeklebt.
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gehzeit 45 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 45 Minuten
Portionen: 12 Stroopwafels
Gericht: Dessert
Küche: Niederländisch
Kalorien: 290

Zutaten
  

  • 250 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
  • 5 g Trockenhefe (oder 15 g frische Hefe)
  • 50 ml Milch lauwarm
  • 125 g Butter geschmolzen und lauwarm
  • 75 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 150 g Zuckerrübensirup oder heller Sirup (z. B. Golden Syrup)
  • 100 g brauner Zucker
  • 75 g Butter für den Sirup
  • 1 TL gemahlener Zimt für den Sirup

Zubereitung
 

  1. Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und 5 Minuten stehen lassen.
  2. In einer Schüssel Mehl, Zucker, Salz und 1/2 TL Zimt mischen. Ei, Hefemilch und die lauwarme geschmolzene Butter zugeben und 5 Minuten zu einem weichen, glatten Teig kneten.
  3. Abdecken und 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Den Teig in 12 Kugeln von etwa 45 g teilen.
  4. Den Sirup zubereiten: Sirup, braunen Zucker, Butter und Zimt in einem Topf schmelzen, unter Rühren 2 Minuten leicht köcheln lassen und warm halten.
  5. Das dünne Waffeleisen vorheizen. Eine Kugel in die Mitte legen, schließen und 45 Sekunden bis 1 Minute goldbraun backen.
  6. Sofort mit einem Ausstecher von 9 bis 10 cm eine runde Scheibe ausstechen und die Waffel mit einem dünnen Messer waagerecht halbieren, solange sie noch heiß ist.
  7. Einen Esslöffel warmen Sirup auf eine Hälfte streichen, mit der anderen bedecken und leicht andrücken. Flach auf einem Gitter abkühlen lassen.

Notizen

Für 12 Stroopwafels von 9 bis 10 cm. Die Waffeln aufschneiden, solange sie heiß sind: Beim Abkühlen werden sie hart und brechen. Der Sirup muss warm sein, damit er sich gut verstreichen lässt. Stroopwafels halten sich 2 Wochen in einer Blechdose.

Zwei dünne, knusprige Waffeln mit feinem Gittermuster, zusammengehalten von einem Butter-Zimt-Karamellsirup, der beim Durchbrechen langsam Fäden zieht: Stroopwafels sind der Kultkeks der Niederlande. Diese holländischen Sirupwaffeln gibt es im ganzen Land, vom Markt in Gouda bis zum Supermarkt, doch nie schmecken sie so gut wie frisch gebacken. Hier ist unser komplettes Stroopwafels Rezept, mit dem echten Hefeteig, dem Zimtsirup, dem passenden Eisen und Tipps ohne Spezialeisen.

Stroopwafels, eine holländische Gebäckspezialität

Stroopwafels entstanden in Gouda, der Käsestadt, Ende des 18. oder Anfang des 19. Jahrhunderts. Der Legende nach sammelte ein Bäcker die Krümel und Teigreste des Tages, verband sie mit Sirup und machte daraus günstige Waffeln. Diese „Arme-Leute-Waffeln“ wurden zu einer echten holländischen Gebäckspezialität. Im 19. Jahrhundert gab es in Gouda Dutzende Stroopwafel-Bäcker, und in den 1960er-Jahren verbreiteten Fabriken sie im ganzen Land. Der Name sagt alles: stroop heißt Sirup, wafel heißt Waffel.

Niederländische Kekse selber machen

Gekaufte Stroopwafels sind gut, aber niederländische Kekse selber machen lohnt sich: Die Waffel ist noch knusprig, der Sirup warm und duftend. Auf niederländischen Märkten kauft man sie frisch vor den eigenen Augen gebacken, im XXL-Format von 15 cm. Selbst gemacht sind sie auch ein schönes Weihnachtsgeschenk, in einer Blechdose oder einer Klarsichttüte mit Schleife. Wer niederländische Leckereien mag, sollte auch unsere Poffertjes probieren, die kleinen Buchweizen-Pfannkuchen aus Holland. Auf der herzhaften Seite sind Bitterballen, die kleinen Rindfleischkroketten mit Senf, der andere Star der niederländischen Kneipen.

Wie macht man Stroopwafels?

So macht man Stroopwafels in vier Schritten. Zuerst bereitet man einen Hefeteig mit Butter zu und lässt ihn 45 Minuten gehen. Währenddessen kocht man den Karamellsirup. Dann backt man jede Teigkugel weniger als eine Minute im fein gemusterten Waffeleisen. Zum Schluss, und das ist der entscheidende Handgriff, sticht man jede Waffel heiß aus, schneidet sie auf und füllt sie mit warmem Sirup. Es ist kein schwieriges Rezept für dünne Karamellwaffeln, aber man muss schnell arbeiten und sich gut organisieren: das Eisen auf der einen Seite, Ausstecher und Messer auf der anderen.

Ein Stroopwafel-Teig mit Hefe

Der echte Stroopwafel-Teig mit Hefe ähnelt einem butterreichen Briocheteig. Die Hefe sorgt für eine besondere Textur: außen knusprig, innen leicht biegsam, sodass man die Waffel aufschneiden kann, ohne dass sie bricht. Mit Backpulver wäre sie bröseliger. Die Butter muss geschmolzen, aber nur lauwarm sein, sonst stirbt die Hefe. Nach 45 Minuten sollte der Teig um etwa ein Drittel gewachsen sein.

Das Stroopwafel-Eisen

Das Stroopwafel-Eisen (stroopwafelijzer) ist ein elektrisches Waffeleisen mit sehr dünnen Platten und einem feinen, engen Gittermuster. Es backt den Teig in weniger als einer Minute zu einer 3 bis 4 mm dünnen Schicht. Im Handel heißt es Hörncheneisen, Eiswaffeleisen oder Pizzelle-Eisen. Modelle für zwei Waffeln gleichzeitig sind am praktischsten. Die Platten vor der ersten Waffel leicht einfetten, danach klebt der Butterteig nicht mehr.

Stroopwafels ohne Spezialeisen

Kein eigenes Eisen? Man kann Stroopwafels ohne Spezialeisen backen. Ein norwegisches Krumkake-Eisen ergibt hervorragende dünne Waffeln, ebenso ein Schweizer Bricelet-Eisen oder ein Eiswaffeleisen. Sonst den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier sehr dünn ausrollen, Kreise ausstechen und in einer heißen beschichteten Pfanne backen, dabei mit einem Pfannenwender andrücken, oder wie Tuiles 6 bis 8 Minuten bei 200 °C im Ofen backen. Das Gittermuster fehlt dann, der Geschmack nicht.

Die Waffeln heiß ausstechen und aufschneiden

Das ist der heikle Moment. Sobald die Waffel aus dem Eisen kommt, einen runden Ausstecher von 9 bis 10 cm daraufdrücken, um eine saubere Scheibe zu bekommen (die Reste darf man naschen!). Dann die Waffel flach unter der Hand halten und ein dünnes, scharfes Messer waagerecht durch die Mitte führen, wie beim Aufschneiden eines Brötchens. Das muss innerhalb von 10 Sekunden passieren: Abgekühlt wird die Waffel hart und bricht.

Hände streichen mit einem Spatel warmen Karamellsirup auf eine dünne, quer halbierte Waffel, daneben ein geöffnetes Hörncheneisen, ein Topf Sirup und ein runder Ausstecher

Der Karamellsirup für Stroopwafels

Der Karamellsirup für Stroopwafels ist die Seele des Rezepts. Er wird aus Sirup, braunem Zucker, Butter und Zimt zwei Minuten zusammen gekocht. Er soll dick genug sein, um nicht zu laufen, aber flüssig genug, um sich warm verstreichen zu lassen. Wird er beim Füllen fest, kurz auf dem Herd erwärmen. Pro Stroopwafel rechnet man einen guten Esslöffel.

Rohrzuckermelasse oder Stroop für Stroopwafels?

Oft liest man, man brauche Rohrzuckermelasse für Stroopwafels, doch das stimmt nicht ganz. Die Niederländer verwenden stroop, einen Sirup aus braunem Zucker oder Zuckerrüben, milder als Melasse, die zu bitter wäre. In Deutschland ist Zuckerrübensirup der ideale Ersatz, etwas mit hellem Sirup oder Golden Syrup gemischt, damit er nicht zu kräftig wird. Ein Teelöffel echte Melasse sorgt für mehr Tiefe, mehr aber nicht.

Gewürze für Stroopwafels

Ausnahmsweise gehört das Gewürz wirklich zur Tradition: Zimt steckt im Sirup fast aller niederländischen Stroopwafels. Bei den Gewürzen für Stroopwafels lieber Ceylon-Zimt nehmen, der feiner und milder als Cassia ist. Für eine Weihnachtsversion passt auch etwas Bourbon-Vanille im Sirup oder eine Prise Muskat im Teig. Alle süßen Gewürze finden Sie in unserem Gewürz-Ratgeber.

Der Trick: Stroopwafel auf der Kaffeetasse aufwärmen

Das ist das liebste Ritual der Niederländer: eine Stroopwafel flach auf die Tasse mit heißem Kaffee oder Tee legen und zwei, drei Minuten warten. Der Dampf wärmt die Waffel, der Sirup schmilzt und wird zähflüssig, und der Keks wird weich. Dieser Trick, eine Stroopwafel auf der Kaffeetasse aufzuwärmen, klappt auch mit ein paar Tage alten Waffeln. Deshalb ist ihr Durchmesser genau auf eine normale Tasse abgestimmt.

Stroopwafels aufbewahren

Zum Aufbewahren von Stroopwafels lässt man sie flach vollständig abkühlen und legt sie in eine luftdichte Blechdose, die Lagen durch Backpapier getrennt. So halten sie sich zwei Wochen bei Zimmertemperatur. Der Kühlschrank ist ungeeignet: Er macht den Sirup hart und die Waffel weich. Einfrieren geht sehr gut, bis zu 3 Monate.

Häufige Fragen zu Stroopwafels

Warum brechen meine Waffeln beim Aufschneiden?

Sie sind zu stark abgekühlt oder zu lange gebacken. Innerhalb von 10 Sekunden nach dem Backen aufschneiden und die Backzeit etwas verkürzen, wenn sie zu hart sind.

Kann man den Teig am Vortag zubereiten?

Ja. Nach dem Gehen gut abgedeckt bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank stellen. Vor dem Formen 30 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Kann man die Butter im Sirup ersetzen?

Ja, durch pflanzliche Margarine, aber Butter gibt den echten Karamellgeschmack. Nicht weglassen: Ohne Fett wird der Sirup brüchig.