
Krumkake (norwegische Waffelröllchen)
Zutaten
Zubereitung
- Die Butter mit dem Kardamom schmelzen und etwas abkühlen lassen.
- Eier und Zucker aufschlagen, bis die Masse etwas heller ist. Geschmolzene Butter, Vanille, Zimt und Salz zugeben, dann das Mehl. Zu einem glatten, recht dicken Teig verrühren.
- Das Krumkake-Eisen (elektrisch oder für den Herd) erhitzen und beim ersten Mal leicht einfetten.
- 1 Esslöffel Teig in die Mitte des Eisens geben, schließen und 30 bis 60 Sekunden backen, bis die Waffel hellgolden ist.
- Die Waffel sofort mit einem Spatel lösen und gleich um den Holzkegel rollen. Einige Sekunden festhalten, dann auf einem Gitter abkühlen lassen. Mit dem restlichen Teig wiederholen.
- Kurz vor dem Servieren die Sahne leicht gesüßt steif schlagen, die Beeren unterheben und die Tüten mit Spritzbeutel oder Löffel füllen.
Notizen
Fein wie Spitze, golden und zart knusprig: Krumkake gehören zum Lieblingsgebäck der Norweger an Weihnachten. Diese norwegischen Waffeln werden in Sekunden in einem gravierten Eisen gebacken und dann heiß zu Tüten gerollt. In diesem Krumkake Rezept erklären wir, wie Sie den Kardamomteig zubereiten, das Eisen verwenden, die Waffeln rollen, ohne sich zu verbrennen, sie füllen und richtig aufbewahren. Und wenn Sie kein Spezialeisen haben, zeigen wir Ihnen auch eine Alternative.
Krumkake, ein norwegisches Weihnachtsgebäck
Auf Norwegisch bedeutet krumkake wörtlich „gebogener Kuchen“, nach seiner gerollten Form. Im Plural sagt man krumkaker. Es ist ein unverzichtbares norwegisches Weihnachtsgebäck: Es gehört zu den sju slags kaker, den „sieben Sorten Gebäck“, die man der Tradition nach vor Weihnachten backt. Familien backen sie gemeinsam in der Adventszeit und servieren sie an den Feiertagen zum Kaffee oder als Dessert. Auch in norwegischstämmigen Familien in den USA ist die Tradition bis heute lebendig. An den Feiertagen teilen sie sich oft den Tisch mit Lefse, dünnen norwegischen Kartoffelfladen mit Butter, Zucker und Zimt.
Krumkake ist eine sehr alte norwegische Backspezialität. Die ersten Eisen waren aus Gusseisen und wurden direkt über das Feuer gelegt. Sie waren oft mit Blumen, Sternen oder Szenen graviert und wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Heute nutzen die meisten Familien ein elektrisches Eisen, doch der Handgriff ist derselbe geblieben.
Das Krumkake-Eisen
Das Krumkake-Eisen, auf Norwegisch krumkakejern, ist das wichtigste Werkzeug des Rezepts. Es ähnelt einem Waffeleisen, doch seine beiden Platten sind flach, rund und fein graviert. Sie prägen das Muster in den Teig und backen ihn zu einer hauchdünnen Waffel von etwa 1 mm. Es wird mit einem Holzkegel verkauft, mit dem man die Waffeln rollt. Elektrische Modelle sind am einfachsten: Sie heizen gleichmäßig und backen ein oder zwei Krumkaker auf einmal. Gusseiserne Modelle für den Herd müssen nach der Hälfte der Zeit gewendet werden.
Vor dem ersten Gebrauch die Platten leicht mit einem Pinsel einfetten. Danach reicht meist die Butter im Teig, damit nichts klebt. Mit den ersten zwei oder drei Waffeln finden Sie die richtige Backzeit: Sie dienen oft als Test.
Krumkake ohne Spezialeisen
Kann man Krumkake ohne Spezialeisen backen? Ja, mit einigen Abstrichen. Ein italienisches Pizzelle-Eisen oder ein Eiswaffel-Gerät liefert ein sehr ähnliches Ergebnis, mit anderem Muster. Ansonsten einen Löffel Teig hauchdünn auf einem mit Backpapier belegten Blech verstreichen und 5 bis 7 Minuten bei 180 °C backen, bis die Ränder golden sind. So entsteht eine Art Hippe, die sofort gerollt werden muss, ohne graviertes Muster. In einer beschichteten Pfanne geht es auch, die Waffel wird aber etwas dicker und unregelmäßiger.
Ein Rezept für dünne, knusprige Waffeln
Krumkake ist vor allem ein Rezept für dünne, knusprige Waffeln. Das Geheimnis liegt in den Mengen: gleich viel Butter, Zucker und Mehl. Die geschmolzene Butter sorgt für Knusprigkeit und verhindert das Kleben. Der Zucker karamellisiert leicht und bräunt die Waffel. Die Eier binden alles. Der Teig soll glatt und recht dick sein, wie ein sehr dicker Pfannkuchenteig. Ist er zu flüssig, läuft er aus dem Eisen; ist er zu dick, wird die Waffel hart. Dann einen Löffel Milch zugeben.

Wie rollt man Krumkaker?
So rollt man Krumkaker, ohne dass sie brechen. Man muss schnell sein: Die Waffel bleibt nach dem Backen nur wenige Sekunden biegsam. Mit einem dünnen Spatel lösen, flach hinlegen, den Holzkegel an einen Rand legen und sofort aufrollen. 5 bis 10 Sekunden fest halten, bis sie fest wird, dann vom Kegel ziehen. Wird die Waffel vor dem Rollen hart, einige Sekunden zurück ins heiße Eisen legen, um sie wieder weich zu machen. Ohne Kegel um einen Kochlöffelstiel rollen, für eine Zigarre, oder in eine kleine Schale drücken, für ein Körbchen.
Vorsicht, die Waffel ist sehr heiß. Die ersten Male können Sie dünne Baumwollhandschuhe tragen. Mit etwas Übung wird der Handgriff selbstverständlich, und Sie schaffen eine Waffel pro Minute.
Gewürze für Krumkake
Die Gewürze für Krumkake sind dezent, machen aber den Unterschied. Kardamom ist am traditionellsten: Er verleiht dem Teig eine frische, zitronige Note. Für ein intensiveres Aroma lassen Sie ihn einige Minuten in der geschmolzenen Butter ziehen. Vanille rundet den Geschmack ab. Eine Prise Zimt bringt eine warme weihnachtliche Note. Manche Familien ersetzen den Kardamom durch Zitronenschale. Weitere Kombinationen finden Sie in unserem Gewürzratgeber.
Ein skandinavisches Kardamomgebäck
Wie viele nordische Leckereien ist Krumkake ein skandinavisches Kardamomgebäck. Das Gewürz steckt in Hefeteilchen, Kuchen und Plätzchen in ganz Skandinavien, etwa in unseren Skolebrød, den norwegischen Vanillecreme-Hefeteilchen. Im Krumkake kommt es besonders zur Geltung, weil die Waffel so dünn und trocken ist: Sein Duft ist in jedem Bissen zu spüren.
Die Füllung für Krumkake
Krumkaker schmecken pur, doch die Füllung für Krumkake macht sie zu einem echten Dessert. Am traditionellsten ist multekrem: Schlagsahne mit Moltebeeren, den kleinen orangefarbenen Beeren aus dem hohen Norden. Statt Moltebeeren gehen auch Himbeeren, Heidelbeeren oder Preiselbeermarmelade. Vanillesahne allein ist ebenfalls köstlich. Immer erst im letzten Moment mit dem Spritzbeutel füllen: Die Sahne macht die Waffel schnell weich.
Ein Rezept für selbstgemachte Eiswaffeln
Krumkake ist auch ein hervorragendes Rezept für selbstgemachte Eiswaffeln. Etwas weiter gerollt, nehmen diese Tüten perfekt eine Kugel Vanilleeis oder Beerensorbet auf. Sie sind viel dünner und aromatischer als gekaufte Eiswaffeln und begeistern im Sommer ebenso wie an Weihnachten.
Ein einfaches skandinavisches Weihnachtsrezept
Trotz seines edlen Aussehens ist es ein einfaches skandinavisches Weihnachtsrezept. Der Teig ist in 10 Minuten fertig, ohne Küchenmaschine. Das Backen braucht etwas Geduld, weil die Waffeln einzeln gebacken werden, doch es ist ein geselliger Moment mit der Familie. Einer backt, der andere rollt. Mit diesem Rezept erhalten Sie etwa 30 Krumkaker, genug für eine schöne Geschenkdose. Im benachbarten Dänemark sind es die Æbleskiver, kleine goldene Kugeln aus einer Pfanne mit Mulden, die die Adventsnachmittage versüßen.
Krumkaker aufbewahren
Zum Aufbewahren der Krumkaker ist eine luftdichte Blechdose ideal. Vollständig abkühlen lassen und dann stehend oder liegend einlagern, ohne sie zu zerdrücken. Sie bleiben 2 bis 3 Wochen knusprig, Sie können sie also schon zu Beginn der Adventszeit backen. Werden sie durch Feuchtigkeit weich, 2 bis 3 Minuten bei 150 °C in den Ofen geben: Beim Abkühlen werden sie wieder knusprig.
Häufige Fragen zu Krumkake
Warum kleben meine Krumkake am Eisen?
Das Eisen ist wahrscheinlich nicht heiß genug oder muss eingefettet werden. Warten, bis es richtig heiß ist, und bei Bedarf zwischendurch etwas Butter aufpinseln.
Warum brechen meine Krumkake beim Rollen?
Sie sind zu lange gebacken oder zu stark abgekühlt. Gleich nach dem Backen rollen und die Backzeit leicht verkürzen.
Kann man den Teig vorbereiten?
Ja, am Vortag. Abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und 30 Minuten vor dem Backen herausnehmen. Vor dem Backen gut umrühren.


