
Poffertjes (holländische Mini-Pfannkuchen)
Zutaten
Zubereitung
- Die Hefe mit dem Zucker in 100 ml lauwarmer Milch auflösen und 5 Minuten stehen lassen, bis sie schäumt.
- In einer Schüssel beide Mehle und das Salz mischen. Das Ei, die Hefemilch und dann nach und nach die restliche Milch unterrühren, bis ein glatter, recht flüssiger Teig entsteht.
- Mit einem Tuch abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen: Der Teig soll an der Oberfläche kleine Bläschen zeigen.
- Den Teig vorsichtig umrühren und in eine Quetschflasche (oder einen Spritzbeutel) füllen.
- Die Poffertjes-Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen und jede Mulde mit etwas geschmolzener Butter bepinseln. Die Mulden zu drei Vierteln füllen.
- Sobald die Unterseite goldbraun ist und die Oberseite zu trocknen beginnt (etwa 1 Minute), jedes Poffertje mit einem Holzspieß oder einer Gabel wenden. Noch 30 Sekunden bis 1 Minute backen.
- Sofort auf einem Teller mit einem Stück Butter und reichlich Puderzucker servieren. Mit dem restlichen Teig wiederholen.
Notizen
Klein, fluffig, leicht gewölbt und heiß serviert mit einem Stück Butter, das unter einer Schicht Puderzucker schmilzt: Poffertjes sind die Lieblingsnascherei der Niederländer. Diese holländischen Mini-Pfannkuchen werden auf Märkten und Kirmessen dutzendweise verkauft, frisch auf großen gusseisernen Platten gebacken. Hier ist unser komplettes Poffertjes Rezept, mit dem echten Hefeteig mit Buchweizen, der Mulden-Pfanne und allen Tipps, damit sie auch ohne Spezialpfanne gelingen.
Poffertjes, eine holländische Gebäckspezialität
Poffertjes entstanden vor mehreren Jahrhunderten in den Niederlanden. Angeblich waren sie ursprünglich eine Art Hostie aus Buchweizenmehl, einem billigen Getreide, das auf den kargen Böden des Landes gut wuchs. Nach und nach wurden sie zu einer echten holländischen Gebäckspezialität. Im 19. Jahrhundert standen Poffertjes-Buden, die poffertjeskramen, auf jeder Kirmes, oft von Familien betrieben, die das Handwerk weitergaben. Der Name soll vom Verb poffen kommen, „aufblähen“, weil der Hefeteig beim Backen leicht aufgeht.
Ein traditioneller niederländischer Snack
Bis heute sind Poffertjes der traditionelle niederländische Snack schlechthin. Man isst sie im Winter auf Weihnachtsmärkten, im Frühling auf der Kirmes und das ganze Jahr über zu Hause am Sonntagnachmittag. Kinder lieben sie, und dieses Rezept für gewölbte Mini-Pfannkuchen ist perfekt für einen Kindergeburtstag oder ein Kaffeekränzchen. Sie ähneln ein wenig den dänischen Æbleskiver, doch diese sind ganz runde Kugeln mit Eischnee, während Poffertjes unten flach und oben leicht gewölbt bleiben, mit einem Hefeteig, der nach Buchweizen schmeckt.
Wie macht man Poffertjes?
So macht man Poffertjes in drei Schritten. Zuerst bereitet man einen Milchteig mit Hefe und zwei Mehlsorten zu. Dann lässt man ihn eine Stunde gehen, damit er luftig und blasig wird. Zum Schluss backt man ihn in wenigen Minuten in einer gut gebutterten Mulden-Pfanne und wendet jeden Mini-Pfannkuchen mit einem Spieß. Nach zwei, drei Durchgängen hat man den Dreh raus, dann geht alles sehr schnell: Eine Pfanne mit 25 Mulden ist in drei Minuten gefüllt und wieder geleert.
Ein Poffertjes-Teig mit Hefe, nicht mit Sauerteig
Oft liest man von „Poffertjes-Teig mit Sauerteig„, doch das traditionelle Rezept kommt ohne Sauerteig aus: Es geht mit Backhefe, frisch oder getrocknet. Das gibt Poffertjes ihre luftige Krume und den leichten Briocheduft, ganz anders als ein Pfannkuchen mit Backpulver. Die Hefe in etwas lauwarmer Milch auflösen (nie heiß: Über 40 °C stirbt sie ab) und den Teig zugedeckt eine Stunde gehen lassen. Wer es eilig hat, kommt mit 30 Minuten aus, aber die Poffertjes werden etwas weniger fluffig.
Buchweizenmehl für Poffertjes
Das Geheimnis des echten Geschmacks ist Buchweizenmehl für Poffertjes, das boekweitmeel der Niederländer. Man verwendet es halb und halb mit Weizenmehl: Der Weizen sorgt für Fluffigkeit, der Buchweizen für ein leicht nussiges Aroma und eine schöne goldene Farbe. Auch die Fertigmischungen aus den Niederlanden enthalten oft Buchweizen. Ohne Buchweizen klappt das Rezept mit 250 g Weizenmehl allein, verliert aber etwas Charakter.
Die Poffertjes-Pfanne
Die Poffertjes-Pfanne (poffertjespan) ist eine Pfanne aus Gusseisen oder Aluminium mit kleinen, flachen Mulden von 4 bis 5 cm Durchmesser. Gusseisen ist ideal, weil es die Hitze gleichmäßig hält und schön bräunt. Vor dem ersten Gebrauch einbrennen: mit Butter oder Öl einfetten, einige Minuten leer erhitzen und abwischen. Danach nur mit heißem Wasser ohne Spülmittel reinigen, damit sie antihaftend bleibt.
Poffertjes ohne Spezialpfanne
Keine eigene Pfanne? Man kann Poffertjes ohne Spezialpfanne backen. Eine Mini-Blinis-Pfanne funktioniert sehr gut. Eine Takoyaki- oder Æbleskiver-Pfanne ebenfalls, solange man die Mulden nur zur Hälfte füllt, damit die Form flach bleibt. Und in einer einfachen beschichteten Pfanne kleine Teelöffel Teig mit Abstand setzen: So entstehen runde Mini-Pfannkuchen, weniger gewölbt, aber genauso lecker.
Der Trick mit der Quetschflasche für Poffertjes
Um 25 Mulden in Sekunden zu füllen, gibt es nichts Besseres als eine Quetschflasche für Poffertjes-Teig, die weiche Flasche mit Tülle, die man auch für Soßen nutzt. Damit lässt sich jede Mulde sauber dosieren, ohne zu kleckern. Alternativ tun es ein Spritzbeutel, eine saubere Plastikflasche mit Loch im Deckel oder ein kleiner Löffel. Zum Wenden ist ein Holzspieß oder eine zweizinkige Gabel das Werkzeug der Profis.

Das Topping für Poffertjes
Das klassische Topping für Poffertjes ist denkbar einfach: ein Stück Butter auf den noch heißen Stapel und eine großzügige Schicht Puderzucker. Die Butter schmilzt und verbindet sich mit dem Zucker zu einer zarten Glasur. Auf Märkten werden sie zu 10, 15 oder 20 Stück in einer Pappschale mit einer kleinen Holzgabel serviert. Zu Hause kann man mit Ahornsirup, Schokoaufstrich, frischen Erdbeeren und Schlagsahne oder etwas stroop, dem niederländischen Zuckerrübensirup, variieren. Derselbe Sirup steckt auch in den Stroopwafels, den berühmten holländischen Sirupwaffeln.
Gewürze für Poffertjes
Das Originalrezept enthält keine Gewürze, doch einige Gewürze für Poffertjes sorgen für eine winterliche Note. Eine Prise Ceylon-Zimt im Puderzucker, ein Hauch geriebene Muskatnuss im Teig oder selbst gemachter Vanille-Puderzucker (Puderzucker mit einer getrockneten Vanilleschote gemixt) erinnern an die Festtage. Weitere Ideen finden Sie in unserem Gewürz-Ratgeber.
Poffertjes im Thermomix
Für Poffertjes im Thermomix Milch, Hefe und Zucker in den Mixtopf geben und 2 Min./37 °C/Stufe 2 erwärmen. Mehle, Ei und Salz zugeben und 30 Sek./Stufe 5 mischen. Den Teig im geschlossenen Mixtopf eine Stunde gehen lassen und dann in die Quetschflasche füllen. Gebacken wird weiterhin in der Pfanne.
Unsere Tipps für perfekte Poffertjes
Die Pfanne vor dem ersten Durchgang gut vorheizen, bei mittlerer Hitze und nicht mehr: Ist sie zu heiß, verbrennt die Unterseite, bevor die Mitte gar ist. Die Mulden alle zwei Durchgänge neu einfetten. Die Mulden nicht bis zum Rand füllen, sonst laufen die Poffertjes über und kleben zusammen. Wenden, sobald die Oberseite ihren Glanz verliert. Und sofort servieren: Ein Poffertje isst man heiß, direkt aus der Pfanne.
Häufige Fragen zu Poffertjes
Kann man den Teig vorbereiten?
Ja. Nach dem Gehen hält sich der Teig gut abgedeckt bis zu 12 Stunden im Kühlschrank. Umrühren und vor dem Backen 20 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Kann man Poffertjes einfrieren?
Ja, gebacken und abgekühlt, erst flach auf einem Blech, dann im Beutel. Einige Minuten im Ofen bei 180 °C oder in einer trockenen Pfanne aufwärmen.
Kann man Poffertjes glutenfrei backen?
Ja. Buchweizen ist glutenfrei: Das Weizenmehl durch Reismehl ersetzen oder nur Buchweizen verwenden. Sie werden etwas kompakter, aber sehr aromatisch.
Was ist der Unterschied zwischen Poffertjes und Pancakes?
Amerikanische Pancakes gehen mit Backpulver auf und werden groß gebacken. Poffertjes sind winzig, mit Hefe gelockert, oft mit Buchweizen, und werden in einer Mulden-Pfanne gebacken, die ihnen ihre gewölbte Form gibt.


