
Süßkartoffel-Rösti mit Kreuzkümmel
Zutaten
Zubereitung
- Schäl die Süßkartoffel und raspel sie grob. Gib das Salz dazu, vermisch alles und lass es 5 Minuten ruhen.
- Gib die geraspelte Süßkartoffel in ein sauberes Küchentuch und dreh es über dem Spülbecken kräftig zusammen, um so viel Wasser wie möglich herauszudrücken.
- Röste die Kreuzkümmelsamen 1 Minute ohne Fett in der Pfanne. Hack die Zwiebel fein.
- Vermisch in einer Schüssel Süßkartoffel, Zwiebel, Eier, Mehl, Kreuzkümmel, Kurkuma und Pfeffer.
- Erhitze das Öl bei mittlerer Hitze. Setz kleine Häufchen der Masse in die Pfanne, drück sie zu etwa 1 cm dicken Rösti flach und brate sie 4 Minuten pro Seite, ohne sie anzurühren, bis sie schön goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Verrühr währenddessen Joghurt, Zitronensaft, Schnittlauch und Salz. Serviere die Rösti heiß mit der Soße.
Notizen
Außen knusprig, innen zart, mit dem warmen, leicht würzigen Aroma von Kreuzkümmel: Süßkartoffel-Rösti sind eine leckere und schnelle Art, dieses orangefarbene Gemüse zuzubereiten. Du musst die Süßkartoffel nur raspeln, gut ausdrücken, mit einem Ei und etwas Mehl binden und die Rösti dann in der Pfanne goldbraun braten. In 35 Minuten hast du eine Vorspeise, eine Beilage oder, mit Salat und Joghurtsoße, ein vollwertiges vegetarisches Gericht.
Rösti, ein Rezept aus der Schweiz
Rösti ist eine Spezialität der Deutschschweiz. Ursprünglich war sie das Frühstück der Bauern im Kanton Bern: geraspelte Kartoffeln, langsam in Butter oder Schmalz gebraten, bis ein großer goldbrauner Fladen entsteht. Nach und nach hat das Gericht alle Tische der Schweiz erobert, mittags wie abends. Es ist so typisch geworden, dass die Schweizer vom „Röstigraben“ sprechen, um mit Humor die kulturelle Grenze zwischen der Deutschschweiz und der französischsprachigen Romandie zu bezeichnen.
Die traditionelle Rösti ist ein einziger großer Fladen, manchmal ganz ohne Bindemittel: Die Stärke der Kartoffel hält alles zusammen. Unsere Version als kleine Einzelportionen mit Ei erinnert eher an Kartoffelpuffer oder Reibekuchen, die man in vielen Küchen Europas findet. Sie lässt sich leichter wenden und ist perfekt für Süßkartoffeln.
Warum Süßkartoffel?
Trotz ihres Namens ist die Süßkartoffel keine Verwandte der Kartoffel. Sie gehört zur Familie der Windengewächse, wie die Ackerwinde, während die Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen zählt, wie Tomate und Aubergine. Ursprünglich stammt sie aus Mittel- und Südamerika, wo sie seit Jahrtausenden angebaut wird.
Ihr orangefarbenes Fruchtfleisch ist reich an Beta-Carotin, dem Pigment, das unser Körper in Vitamin A umwandelt. Außerdem liefert sie Ballaststoffe, Kalium und Vitamin C. Ihr natürlich süßer Geschmack passt besonders gut zu warmen Gewürzen, und hier kommt der Kreuzkümmel ins Spiel.
Wenn du Süßkartoffeln magst, probier auch unsere Süßkartoffel-Zucchini-Pfanne: dieselbe Süßkartoffel, aber in zarten Würfeln, für ein ganz anderes Gericht.

Das Geheimnis knuspriger Rösti
Die Süßkartoffel enthält viel Wasser und weniger Stärke als die Kartoffel. Das macht sie zart, kann aber auch zu weichen Rösti führen, die in der Pfanne zerfallen. Hier sind unsere Tipps, damit sie garantiert gelingen.
Grob raspeln
Nimm die grobe Seite der Reibe oder die Raspelscheibe der Küchenmaschine. Zu feine Raspeln geben viel Saft ab und werden zu Brei. Dickere Raspeln behalten ihre Form und sorgen für die typische „fädige“ Optik der Rösti.
Ausdrücken, ausdrücken, ausdrücken
Das ist der wichtigste Schritt. Wenn die Süßkartoffel geraspelt und gesalzen ist, lass sie 5 Minuten ruhen, gib sie dann in ein sauberes Küchentuch und dreh es über dem Spülbecken kräftig zusammen. Du wirst überrascht sein, wie viel Wasser herausläuft. Je weniger Wasser bleibt, desto knuspriger werden die Rösti.
Eine heiße, aber nicht zu heiße Pfanne
Erhitze das Öl bei mittlerer Hitze, bevor du die Rösti hineingibst. Ist die Pfanne zu heiß, verbrennt die Außenseite, während das Innere noch roh ist, zumal der natürliche Zucker der Süßkartoffel schnell karamellisiert. Rechne mit etwa 4 Minuten pro Seite, ohne sie anzurühren, und wende sie dann vorsichtig mit einem breiten Pfannenwender.
Die Rösti flach drücken
Dünne Rösti garen gleichmäßiger und werden knuspriger. Forme etwa 1 cm dicke Rösti und drück sie mit der Rückseite des Pfannenwenders flach, sobald sie in der Pfanne liegen.
Kreuzkümmel, das Gewürz, das alles verändert
Kreuzkümmel ist ein kleiner, länglicher Samen, der seit der Antike rund um das Mittelmeer, im Nahen Osten und in Indien verwendet wird. Sein warmes, etwas erdiges Aroma gleicht die Süße der Süßkartoffel perfekt aus.
Damit er sein volles Aroma entfaltet, röstest du die Kreuzkümmelsamen 1 Minute ohne Fett in der Pfanne, bevor du sie in die Masse gibst: So setzen sie all ihre Aromen frei. Du kannst auch gemahlenen Kreuzkümmel nehmen, dann aber nur die halbe Menge, denn er ist konzentrierter. Kreuzkümmel steckt übrigens in vielen Gewürzmischungen, etwa in der unseres Rote-Linsen-Dal mit Kokosmilch.
Unsere goldene Note
Wie so oft bei Curcuma.top schmuggelt sich eine Prise Kurkuma in die Masse. Sie verstärkt die orange Farbe der Rösti und passt sehr gut zum Kreuzkümmel, zwei Gewürze, die in vielen indischen Gerichten zusammen vorkommen. Gib noch etwas frisch gemahlenen Pfeffer dazu: Er ist der ideale Begleiter der Kurkuma. Mehr über dieses Gewürz erfährst du in unserem Artikel zur Wirkung von Kurkuma.
Wozu passen Süßkartoffel-Rösti?
- Eine Joghurtsoße mit Zitrone und Schnittlauch, wie im Rezept: Ihre Frische bildet einen schönen Kontrast zu den heißen, knusprigen Rösti.
- Ein grüner Salat oder ein Salat aus jungen Blättern, für ein leichtes vegetarisches Abendessen.
- Ein pochiertes Ei oder Spiegelei auf der Rösti, für einen genussvollen Brunch.
- Räucherlachs und etwas Crème fraîche, als festliche Vorspeise.
- Gegrilltes Fleisch oder gegrillter Fisch, anstelle von Pommes frites oder Bratkartoffeln.
- Unser Kürbiskern-Pesto, als kleiner Klecks auf jeder Rösti.
Varianten
Rösti aus Süßkartoffel und Möhre
Ersetze ein Drittel der Süßkartoffel durch geraspelte Möhren. Die Rösti werden noch bunter und etwas weniger süß.
Glutenfreie Variante
Ersetze das Weizenmehl durch Speisestärke, Reismehl oder Kichererbsenmehl. Letzteres bringt einen leicht nussigen Geschmack, der sehr gut zum Kreuzkümmel passt.
Vegane Variante
Ersetze das Ei durch einen Esslöffel gemahlene Leinsamen, verrührt mit drei Esslöffeln Wasser und 10 Minuten quellen gelassen. Die Rösti werden etwas empfindlicher: Wende sie vorsichtig.
Aus dem Backofen
Leg die Rösti auf ein mit Backpapier belegtes Blech, bestreich sie mit etwas Öl und back sie 25 Minuten bei 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft), nach der Hälfte der Zeit wenden. Sie werden etwas weniger knusprig, dafür leichter. Wenn du Gemüsebratlinge magst, probier auch unsere Haferflocken-Gemüse-Bratlinge.
Aufbewahrung
Die Rösti halten sich 2 Tage im Kühlschrank in einer luftdichten Dose. Damit sie wieder knusprig werden, wärmst du sie ein paar Minuten in der Pfanne oder im Backofen auf, statt in der Mikrowelle, die sie weich macht. Gebraten und abgekühlt lassen sie sich auch einfrieren: Erwärme sie dann direkt im Backofen, ohne sie aufzutauen.
Häufige Fragen
Muss man die Süßkartoffel schälen?
Das ist kein Muss. Wenn sie bio ist und gut abgebürstet, kann man die Schale mitessen, und sie liefert Ballaststoffe. Für gleichmäßige Rösti mit schöner Farbe schälen wir sie aber lieber.
Warum zerfallen meine Rösti in der Pfanne?
Meistens wurde die Süßkartoffel nicht genug ausgedrückt, oder die Rösti wurden zu früh gewendet. Drück sie gut in einem Küchentuch aus und warte, bis sich eine goldbraune Kruste gebildet hat, bevor du sie wendest.
Kann man die Masse vorbereiten?
Lieber nicht: Die geraspelte Süßkartoffel gibt weiter Wasser ab und die Masse wird flüssig. Raspel sie erst kurz vorher, oder raspel sie im Voraus und bewahr sie ohne Salz in einer verschlossenen Dose im Kühlschrank auf und gib die übrigen Zutaten erst direkt vor dem Braten dazu.

