
Zucchini-Gratin ohne Sahne
Zutaten
Zubereitung
- Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und in einen halben Zentimeter dicke Scheiben schneiden. In ein Sieb geben, salzen und 30 Minuten Wasser ziehen lassen, dann in einem sauberen Küchentuch ausdrücken.
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Die Zwiebel in feine Streifen schneiden und den Knoblauch hacken.
- Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel 3 Minuten anbraten, dann Zucchini und Knoblauch dazugeben. Bei starker Hitze ohne Deckel 8 bis 10 Minuten braten, bis das Wasser verdampft ist. Den Thymian unterrühren und etwas abkühlen lassen.
- In einer Schüssel die Eier mit der Milch, der Hälfte des Käses, der Kurkuma, der Muskatnuss und Pfeffer verquirlen. Nur sehr wenig salzen, da die Zucchini bereits gesalzen sind.
- Eine Auflaufform einölen, die Zucchini darin verteilen, den Eierguss darübergießen und mit dem restlichen Käse bestreuen.
- 30 bis 35 Minuten backen, bis die Oberfläche schön goldbraun und der Guss gestockt ist. Vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Notizen
Zart, goldbraun und voller Geschmack: Ein Zucchini-Gratin ohne Sahne ist genau das Richtige, wenn du Lust auf ein wohltuendes Essen hast, das nicht schwer im Magen liegt. Hier gibt es keine Sahne und keine Crème fraîche: Eier, etwas Milch und ein guter Käse binden die Zucchini und sorgen für die saftige Konsistenz, die wir so lieben. In diesem Artikel findest du unser Rezept Schritt für Schritt, den wichtigsten Trick gegen ein wässriges Gratin, die besten Ideen als Sahneersatz, mehrere Varianten und unsere kleine Hausnote: eine Prise Kurkuma.
Warum ein Zucchini-Gratin ohne Sahne?
Dicke Crème fraîche bringt viel Fett mit: rund 30 % bei einer vollfetten Sorte. Im Zucchini-Gratin überdeckt sie außerdem leicht den feinen Geschmack des Gemüses. Ersetzt du sie durch eine Mischung aus Eiern und Milch, bekommst du einen Guss, der im Ofen stockt, ähnlich wie ein herzhafter Flan, und die Zucchini wirklich zur Geltung bringt.
Es ist auch eine Frage der Bekömmlichkeit und der Ausgewogenheit. Die Zucchini gehört zu den leichtesten Gemüsesorten überhaupt: Sie besteht zu etwa 95 % aus Wasser und liefert weniger als 20 Kilokalorien pro 100 Gramm. Zusammen mit Eiern und geriebenem Käse wird daraus ein vollständiges, eiweißreiches Gericht, das du als Beilage oder mit einem Salat als Hauptgericht servieren kannst.
Und schließlich ist es ein praktisches Rezept: Eier, Milch und ein Stück Käse hast du fast immer im Kühlschrank. Du musst also nicht extra losgehen und Sahne kaufen, um dir etwas Gutes zu tun.
Das Geheimnis eines Zucchini-Gratins, das kein Wasser zieht
Das ist die Beschwerde Nummer eins beim Zucchini-Gratin: Du holst es aus dem Ofen, schneidest es an… und am Boden der Form bildet sich eine Pfütze. Der Grund ist einfach: Zucchini stecken voller Wasser und geben es beim Garen ab. Ohne Sahne, die es aufnimmt, musst du dich darum kümmern, bevor die Form in den Ofen kommt. Hier sind die drei Handgriffe, die den Unterschied machen.

1. Die Zucchini entwässern
Schneide die Zucchini in etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben, gib sie in ein Sieb und bestreue sie mit feinem Salz. Lass sie 20 bis 30 Minuten ziehen: Das Salz zieht das Wasser aus dem Gemüse. Danach drückst du sie einfach vorsichtig in einem sauberen Küchentuch aus. Da das Salz seine Arbeit schon getan hat, solltest du im weiteren Rezept nur noch sehr wenig salzen.
2. Die Zucchini in der Pfanne vorgaren
Diesen Schritt lassen viele weg, dabei ist er der wirksamste. Brate die Scheiben 8 bis 10 Minuten in einer großen Pfanne mit einem Schuss Olivenöl bei starker Hitze und ohne Deckel an. Das Wasser verdampft, die Zucchini bräunen leicht und bekommen mehr Geschmack. Lass sie etwas abkühlen, bevor du sie mit den Eiern mischst, damit diese nicht zu früh stocken.
3. Die richtigen Zucchini wählen
Nimm lieber kleine bis mittelgroße, feste Zucchini mit glänzender Schale. Große Exemplare enthalten mehr Kerne und mehr Wasser, und ihr Fruchtfleisch schmeckt fader. Schälen musst du sie nicht: Die Schale hält beim Garen gut, bringt Farbe und einen guten Teil der Ballaststoffe mit. Wenn du sie etwas bitter findest, kannst du sie einfach streifenweise abziehen, sodass sich geschälte und ungeschälte Streifen abwechseln.
Womit ersetzt man die Sahne im Gratin?
Unser Rezept setzt auf das Duo aus Eiern und Milch, die einfachste und günstigste Lösung. Es gibt aber noch andere Wege zu einem cremigen Gratin ohne Sahne:
- Quark oder griechischer Joghurt: Mit den Eiern verrührt ergeben sie eine cremige Konsistenz und eine leicht säuerliche Note, die wunderbar zur Zucchini passt.
- Ricotta: Milder im Geschmack, macht er das Gratin besonders zart, ganz im italienischen Stil.
- Pflanzendrink: Ein ungesüßter Hafer- oder Sojadrink ersetzt die Kuhmilch problemlos für eine laktosefreie Variante (wähle dann auch einen passenden Käse).
- Leichte Béchamelsoße: Mit Olivenöl statt Butter und fettarmer Milch zubereitet, ergibt sie ein eher „klassisches“ Gratin, das etwas mehr Zeit braucht.
Egal, wofür du dich entscheidest: Nimm mindestens zwei oder drei Eier. Sie lassen das Gratin stocken und sorgen dafür, dass es beim Anschneiden in Form bleibt.
Eine Prise Kurkuma: unsere Hausnote
Auf Curcuma.top können wir einfach nicht widerstehen, ein wenig vom goldenen Gewürz hinzuzufügen. Ein halber Teelöffel Kurkumapulver im Eierguss genügt. Der Geschmack bleibt dezent und leicht erdig, aber die Farbe verändert alles: Das Gratin bekommt einen schönen goldgelben, sehr appetitlichen Ton. Gib die Kurkuma immer zusammen mit etwas frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer dazu, ihrem besten Partner. Warum das so ist, erfährst du in unserem Artikel zur Kurkuma Wirkung, und wenn du zwischen frischer Wurzel und Pulver schwankst, hilft dir unser Ratgeber Kurkuma frisch, als Pulver oder in Kapseln bei der Wahl.
Natürlich bleibt die Kurkuma optional: Ohne sie bekommst du ein köstliches, klassisches Zucchini-Gratin.
Unsere Varianten des Zucchini-Gratins ohne Sahne
Zucchini-Tomaten-Gratin
Schichte vorgegarte Zucchinischeiben und Tomatenscheiben abwechselnd in die Form und gieß den Eierguss darüber. Gib Thymian oder Kräuter der Provence dazu: So erinnert das Gratin an einen provenzalischen Tian, nur noch etwas herzhafter.
Zucchini-Gratin mit Ziegenkäse
Ersetze die Hälfte des geriebenen Käses durch eine Ziegenkäserolle, in Scheiben geschnitten und zum Schluss obenauf gelegt. Noch ein Faden Honig, bevor die Form in den Ofen kommt, und fertig.
Zucchini-Kartoffel-Gratin
Für ein sättigenderes Gericht gibst du 400 g Kartoffeln dazu, in dünne Scheiben geschnitten und 10 Minuten in Wasser vorgekocht. Verlängere die Backzeit dann um etwa zehn Minuten.
Zucchini-Gratin mit Feta und Minze
Ersetze den Gruyère durch 150 g zerbröselten Feta und gib ein paar fein geschnittene Minzblätter dazu. Achtung, Feta ist salzig: Den Eierguss also nicht salzen.
Wozu passt Zucchini-Gratin?
Dieses Gratin passt perfekt zu gegrilltem weißem Fisch, Hähnchenbrustfilet, Lammkoteletts oder Grillwürstchen. Als vegetarisches Gericht servierst du es mit einem kräftig angemachten grünen Salat, etwas Reis oder Quinoa oder einfach einer Scheibe geröstetem Bauernbrot. Es schmeckt auch lauwarm hervorragend oder am nächsten Tag sogar kalt, fürs Picknick oder die Lunchbox.
Aufbewahrung: Kann man es vorbereiten?
Ja. Das Zucchini-Gratin ohne Sahne hält sich 2 bis 3 Tage im Kühlschrank, in einer luftdichten Dose oder abgedeckt in der Form. Am besten wärmst du es im Backofen auf, 15 Minuten bei 160 °C Ober-/Unterhitze (140 °C Umluft), damit es seine Konsistenz behält; die Mikrowelle geht auch, macht es aber etwas feuchter. Du kannst die Zucchini auch schon am Vortag vorgaren und den Guss erst kurz vor dem Backen zubereiten.
Vom Einfrieren raten wir dagegen ab: Die Zucchini geben beim Auftauen viel Wasser ab, und der Eierguss wird krümelig.
Häufige Fragen
Muss man Zucchini für ein Gratin schälen?
Nein, das ist nicht nötig. Wasche sie gründlich und schneide einfach die Enden ab. Die Schale sorgt für Farbe, Ballaststoffe und Biss.
Welchen Käse nimmt man am besten?
Geriebener Gruyère und Emmentaler schmelzen gut und überbacken schön goldbraun. Parmesan bringt mit weniger Menge mehr Geschmack. Comté oder ein würziger Bergkäse sind ein ausgezeichneter Kompromiss.
Wann haben Zucchini Saison?
In Deutschland reicht die Hauptsaison für Zucchini aus heimischem Anbau von Juni bis September. Dann schmecken sie am besten und sind am günstigsten.

