Rote-Linsen-Dal mit Kokosmilch

Bol de dahl de lentilles corail au lait de coco garni de coriandre et de citron vert, servi avec du riz basmati, des naans, du curcuma et du cumin
Team Curcuma

Rote-Linsen-Dal mit Kokosmilch

Ein mildes, cremiges indisches Gericht mit Kurkuma, Kreuzkümmel und Ingwer, in 35 Minuten fertig.
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
Gesamtzeit 35 Minuten
Portionen: 4 Personen
Gericht: Hauptgericht
Küche: Indisch
Kalorien: 490

Zutaten
  

  • 250 g rote Linsen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 2 EL Öl (Kokosöl oder neutrales Öl)
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 EL Tomatenmark
  • 400 ml Kokosmilch (1 Dose)
  • 500 ml Wasser oder Gemüsebrühe
  • 1/2 Limette (Saft)
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • frischer Koriander zum Servieren

Zubereitung
 

  1. Die roten Linsen in einem Sieb unter kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser fast klar abläuft.
  2. Die Zwiebel in feine Streifen schneiden, den Knoblauch hacken und den Ingwer reiben.
  3. In einem großen Topf die Zwiebel im Öl 5 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Knoblauch, Ingwer und alle Gewürze dazugeben und unter Rühren 1 Minute anrösten.
  4. Tomatenmark, Linsen, Kokosmilch und Wasser hinzufügen. Zum Simmern bringen.
  5. Bei schwacher Hitze 15 bis 20 Minuten köcheln lassen und dabei oft umrühren, bis die Linsen weich sind. Etwas Wasser dazugeben, wenn das Dal zu dick wird.
  6. Mit Salz und Pfeffer würzen, den Limettensaft unterrühren und mit frischem Koriander bestreut servieren, dazu Basmatireis oder Naan.

Notizen

Dal dickt beim Abkühlen nach: Beim Aufwärmen mit etwas Wasser verdünnen. Hält sich 3 bis 4 Tage im Kühlschrank und lässt sich sehr gut einfrieren.

Mild, cremig und duftend: Rote-Linsen-Dal mit Kokosmilch ist das Wohlfühlessen schlechthin. In einer halben Stunde verwandeln sich ein paar Linsen, Gewürze und eine Dose Kokosmilch in ein vollständiges, vegetarisches und günstiges Gericht. Und natürlich liegt uns dieses Rezept auf Curcuma.top besonders am Herzen: Die Kurkuma spielt darin eine zentrale Rolle. Hier findest du unser Rezept, die Geschichte dieses indischen Gerichts und all unsere Tipps, damit es dir gelingt.

Was ist Dal?

In Indien bezeichnet das Wort Dal (auch Dhal oder Daal) sowohl geschälte und halbierte Hülsenfrüchte wie Linsen, Schälerbsen oder Urdbohnen als auch das Gericht, das daraus gekocht wird. Es ist eine der Säulen der indischen Küche: In vielen Familien kommt es fast täglich auf den Tisch, zusammen mit Reis oder Brot.

Je nach Region und Hülsenfrucht gibt es Dutzende verschiedener Dals. Masoor Dal wird mit roten Linsen zubereitet, der Variante mit der kürzesten Garzeit. Kokosmilch wiederum kommt vor allem in den Küchen Südindiens zum Einsatz, etwa in Kerala. Unser Rezept verbindet diese beiden Traditionen zu einer milden, unkomplizierten Version, die in Europa sehr beliebt ist.

Rote Linsen: Linsen wie keine anderen

Rote Linsen sind geschälte Linsen, die oft halbiert sind. Daher kommen ihre orangerote Farbe und ihre kurze Garzeit: 15 bis 20 Minuten reichen, ganz ohne vorheriges Einweichen. Beim Kochen zerfallen sie und werden cremig, ideal für ein Dal.

Ernährungsphysiologisch sind Linsen reich an pflanzlichem Eiweiß (etwa 9 Gramm pro 100 Gramm gekochte Linsen), an Ballaststoffen und an Mineralstoffen wie Eisen. Zusammen mit einem Getreide wie Reis ergeben sie eine vollständige, sättigende Mahlzeit, die in der vegetarischen Küche sehr geschätzt wird.

Muss man rote Linsen waschen?

Ja. Spüle sie in einem Sieb unter kaltem Wasser ab, bis das Wasser fast klar abläuft. So entfernst du die Stärke an der Oberfläche und eventuellen Staub, und das Dal schäumt beim Kochen nicht so stark.

Kurkuma: das unverzichtbare Gewürz im Dal

In der indischen Küche steckt Kurkuma in fast jedem Dal. Sie sorgt für die typische goldgelbe Farbe und einen milden, leicht erdigen Geschmack. Begleitet wird sie von weiteren Gewürzen: Kreuzkümmel, Koriander, Garam Masala, manchmal auch Senfsamen oder Chili.

Dal ist außerdem eine wunderbare Möglichkeit, Kurkuma in den Alltag einzubauen. In Fett gegart (hier Öl und Kokosmilch) und mit schwarzem Pfeffer kombiniert, wird sie vom Körper besser aufgenommen. Warum das so ist, erklären wir in unserem Artikel zur Kurkuma Wirkung. Und wenn du frische Kurkuma hast, kannst du statt des Pulvers ein kleines Stück reiben: Rechne mit etwa 2 bis 3 Zentimetern Wurzel für einen Teelöffel Pulver, wie unser Ratgeber Kurkuma frisch, als Pulver oder in Kapseln erklärt.

Kurkumapulver wird in eine Pfanne mit Kreuzkümmel, Zwiebel, Knoblauch und Ingwer gestreut, daneben rote Linsen und frische Kurkumawurzeln

Unsere Tipps für ein gelungenes Dal

Die Gewürze in Öl anrösten

Das ist der wichtigste Schritt. In Indien erhitzt man die Gewürze in Fett, bevor die übrigen Zutaten dazukommen. Die Hitze setzt ihre Aromen frei und verändert den Geschmack des Gerichts komplett. Brate die Zwiebel an, gib dann Knoblauch, Ingwer und die Gewürze dazu und röste sie unter Rühren nur eine Minute, damit sie nicht verbrennen.

Die Tomate nicht vergessen

Etwas Tomate (Tomatenmark oder stückige Tomaten) bringt eine leichte Säure, die die Süße der Kokosmilch ausgleicht.

Die Konsistenz anpassen

Dal dickt beim Abkühlen nach. Ist es dir zu dick, gib etwas heißes Wasser dazu. Ist es zu flüssig, lass es ein paar Minuten ohne Deckel köcheln. Die ideale Konsistenz? Wie ein flüssiges Püree, das den Löffel überzieht.

Mit Limette abschließen

Ein Spritzer Limettensaft kurz vor dem Servieren weckt alle Aromen. Ein kleines Detail, das viel ausmacht.

Wozu serviert man Dal?

  • Basmatireis, die klassischste Beilage.
  • Naan oder Chapati, zum Auftunken.
  • Ein wachsweiches Ei oder Ofengemüse, für einen üppigeren Teller.
  • Frischer Koriander und ein paar geröstete Cashewkerne, als krönender Abschluss.
  • Naturjoghurt oder ein Gurken-Raita, für alle, die Schärfe nicht so gut vertragen.

Varianten

Dal mit Spinat

Gib zum Ende der Garzeit zwei große Handvoll Babyspinat dazu. Er fällt in einer Minute zusammen und bringt Farbe und Frische.

Dal mit Süßkartoffel

Gib eine klein gewürfelte Süßkartoffel zusammen mit den Linsen in den Topf. Das Gericht wird milder, noch orangefarbener und noch wohltuender.

Scharfes Dal

Gib eine frische, fein geschnittene grüne Chili mit dem Knoblauch dazu oder einen halben Teelöffel Kaschmir-Chili. Für eine besonders aromatische Version schließt du mit einem Tadka ab: ein paar Kreuzkümmel- und Senfsamen, in etwas heißem Öl angeröstet und beim Servieren über das Dal gegossen.

Aufbewahrung

Dal hält sich 3 bis 4 Tage im Kühlschrank und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser, wenn die Gewürze durchgezogen sind. Portionsweise lässt es sich sehr gut 3 Monate einfrieren. Wärme es bei schwacher Hitze mit etwas Wasser auf, damit es wieder schön cremig wird.

Häufige Fragen

Ist Dal vegan?

Ja, unser Rezept ist komplett pflanzlich und glutenfrei. Prüfe nur das Etikett deiner Gemüsebrühe.

Kann man auch grüne Linsen nehmen?

Ja, aber sie zerfallen beim Kochen nicht: Das Gericht wird weniger cremig und braucht etwa 30 bis 40 Minuten Garzeit. Und wenn du eine weitere Hülsenfrucht suchst, die ohne Einweichen auskommt, probier unseren Spalterbsen-Aufstrich mit Kreuzkümmel.

Ist Dal für Kinder geeignet?

Auf jeden Fall. Ohne Chili ist es mild und durch die Kokosmilch leicht süßlich. Viele Kinder lieben dieses Gericht.