Lefse: Rezept für norwegische Kartoffelfladen

Lefse, grandes galettes norvégiennes fines et souples à la pomme de terre tachetées de brun, pliées en quatre, dont une garnie de beurre, sucre et cannelle roulée et coupée en tronçons
Team Curcuma

Lefse (norwegische Kartoffelfladen)

Die berühmten norwegischen Fladen: Püree aus mehligen Kartoffeln, Butter, Sahne und etwas Mehl, hauchdünn ausgerollt und ohne Fett auf einer heißen Platte gebacken, dann mit Butter, Zucker und Zimt oder herzhaft belegt.
Vorbereitungszeit 40 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Abkühlen 2 Stunden
Gesamtzeit 3 Stunden 10 Minuten
Portionen: 16 Stück
Gericht: Beilage
Küche: Norwegisch
Kalorien: 130

Zutaten
  

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 50 g Butter
  • 60 ml Sahne
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 200 g Weizenmehl Type 405 (plus reichlich zum Ausrollen)
  • weiche Butter, brauner Zucker und Zimt für den süßen Belag

Zubereitung
 

  1. Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und 20 Minuten in Salzwasser kochen. Sehr gut abgießen und 2 Minuten im heißen Topf ausdampfen lassen.
  2. Durch eine Kartoffelpresse oder Flotte Lotte drücken, für ein ganz feines, klümpchenfreies Püree. Butter, Sahne, Salz und Zucker zugeben. Abdecken und vollständig abkühlen lassen, mindestens 2 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank.
  3. Das Mehl unter das kalte Püree arbeiten und kurz zu einem geschmeidigen Teig kneten, der nicht mehr klebt. Zu einer Rolle formen und in 16 Kugeln teilen. Kalt stellen.
  4. Eine große Backplatte oder Crêpepfanne ohne Fett bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen (etwa 230 °C).
  5. Auf einem gut bemehlten Tuch oder einer Arbeitsfläche eine Kugel mit einem Rillenholz oder bemehlten Nudelholz zu einem hauchdünnen Fladen von 25 bis 30 cm ausrollen. Den Teig oft drehen, damit er nicht klebt.
  6. Den Fladen mit einem Lefse-Wender oder einem langen flachen Spatel anheben und auf die Platte legen. Pro Seite etwa 1 Minute backen, bis braune Flecken erscheinen.
  7. Die fertigen Fladen zwischen zwei Geschirrtüchern stapeln, damit sie weich bleiben. Pur servieren oder mit weicher Butter bestreichen, mit Zucker und Zimt bestreuen und aufrollen oder falten.

Notizen

Das Püree muss vollständig kalt sein, am besten am Vortag zubereitet. Die Nährwerte gelten für einen Fladen ohne Belag. Für den süßen Belag 80 g weiche Butter, 60 g braunen Zucker und 2 TL Zimt für alle Fladen rechnen.

Dünn, weich und goldbraun gesprenkelt: Lefse gehören zu den großen Schätzen der norwegischen Küche. Lefse ist ein norwegischer Kartoffelfladen aus Kartoffelpüree, etwas Mehl und Butter, der ohne Fett auf einer sehr heißen Platte gebacken wird. In diesem Lefse Rezept erklären wir, wie Sie die Kartoffeln auswählen, den Teig hauchdünn ausrollen, die Fladen backen, belegen und richtig aufbewahren.

Lefse, ein norwegisches Fladenbrot

Lefse ist ein sehr altes norwegisches Fladenbrot. Früher wurde es auf den Höfen vor dem Winter in großen Mengen gebacken und monatelang aufbewahrt. Die ältesten Lefser bestanden nur aus Mehl; die Kartoffelversion, heute die bekannteste, verbreitete sich, als die Kartoffel ab dem 18. Jahrhundert in Norwegen zum Grundnahrungsmittel wurde. Jede Region hat ihre eigene Lefse, dicker oder dünner, süß oder herzhaft.

Man könnte sie als skandinavischen Kartoffelpfannkuchen beschreiben. Doch sie wird nicht aus flüssigem Teig gemacht: Es ist ein Teig, der mit dem Nudelholz ausgerollt wird, wie ein sehr dünner Mürbeteig. Das Ergebnis ist weicher als ein Crêpe und dünner als eine Tortilla.

Norwegisches Kling

In manchen Regionen wird Lefse mit einer Mischung aus Butter und Zucker, manchmal auch Sahne, bestrichen und zu Dreiecken gefaltet: Diese süße Version heißt oft norwegisches Kling oder lefsekling. Sie wird zum Kaffee bei Festen und Hochzeiten serviert. Unsere Version mit Butter, braunem Zucker und Zimt kommt ihr sehr nahe.

Ein Rezept für weiche Kartoffelfladen

Es ist vor allem ein Rezept für weiche Kartoffelfladen, die sich leicht rollen oder falten lassen. Das Geheimnis liegt in drei Punkten: ein ganz feines, klümpchenfreies Püree, ein vollständig abgekühltes Püree, bevor das Mehl dazukommt, und schnelles Backen auf einer sehr heißen Platte. Nach dem Backen werden die Fladen zwischen zwei Geschirrtüchern gestapelt: Der Dampf hält sie zart.

Welche Kartoffeln für Lefse?

Sie fragen sich, welche Kartoffeln für Lefse am besten sind? Nehmen Sie mehligkochende, stärkereiche Kartoffeln wie Adretta, Bintje oder Agria. Sie ergeben ein trockenes, leichtes Püree, das wenig Mehl aufnimmt. Festkochende Kartoffeln ergeben ein klebriges Püree, das zu viel Mehl braucht und den Fladen hart macht. Gut abgießen und kurz im Topf ausdampfen lassen: Weniger Wasser bedeutet weniger Mehl.

Wie macht man Lefse?

So macht man Lefse ganz unkompliziert. Am Vortag die Kartoffeln kochen und mit Butter, Sahne, Salz und Zucker zu einem feinen Püree verarbeiten. Über Nacht abkühlen lassen. Am nächsten Tag das Mehl einarbeiten, kurz kneten und 16 Kugeln formen. Jede Kugel hauchdünn ausrollen und pro Seite etwa 1 Minute auf einer sehr heißen Platte ohne Fett backen. Die Fladen nach und nach unter einem Tuch stapeln.

Hände rollen einen Kartoffelteig mit einem gerillten Holznudelholz hauchdünn auf einem bemehlten Tuch aus, daneben ein Lefse-Wender und ein Fladen auf der Backplatte

Das Lefse-Nudelholz

Die Norweger nutzen spezielle Werkzeuge. Das Lefse-Nudelholz, riflet kjevle, ist ein gerilltes Holznudelholz, oft mit einem bemehlten Stoffstrumpf überzogen: Die Rillen verhindern das Kleben und erlauben, den Teig hauchdünn auszurollen. Der lefsepinne, ein langer flacher Holzstab, dient dazu, den empfindlichen Fladen anzuheben und auf der Platte zu wenden. Zu Hause tun es ein normales, gut bemehltes Nudelholz und ein langer flacher Spatel auch. Ein bemehltes Backtuch hilft sehr.

Es gibt auch runde elektrische Lefse-Platten, die sehr heiß werden. Eine große gusseiserne Crêpepfanne oder eine Plancha eignen sich für den Anfang perfekt.

Gewürze für Lefse

Der klassische Lefse-Teig enthält keine Gewürze: Sie kommen mit dem Belag. Die häufigsten Gewürze für Lefse sind Zimt, gemischt mit braunem Zucker und Butter, und manchmal ein Hauch gemahlener Kardamom, der in Norwegen beim Backen sehr beliebt ist. Eine Prise Muskat passt gut zur Butter. Für eine herzhafte Version sind Dill, Pfeffer und Schnittlauch ideal. Weitere Kombinationen finden Sie in unserem Gewürzratgeber.

Belag für Lefse

Der Belag für Lefse kann süß oder herzhaft sein. Am beliebtesten bleibt die süße Variante: weiche Butter, brauner Zucker und Zimt, dann den Fladen rollen oder falten. Man serviert Lefse auch mit Preiselbeermarmelade oder Sahne. Herzhaft passt sie zu Räucherlachs oder Graved Lachs mit etwas Dillcreme. Man wickelt sogar Würstchen darin ein, wie in einen Wrap, vor allem am 17. Mai, dem norwegischen Nationalfeiertag.

Lefse, Lompe und andere Varianten

Norwegen kennt viele Varianten. Tynnlefse, sehr dünn, wird oft aus Mehl gemacht und süß gegessen. Tjukklefse, dicker, erinnert an einen weichen Kuchen mit Butter und Zucker. Lompe, ein kleiner, dickerer Kartoffelfladen, umhüllt an Imbissständen die Würstchen: der norwegische Hotdog. Unser Rezept ist die potetlefse, die Kartoffel-Lefse, die verbreitetste und zu Hause am leichtesten gelingende. Sie bleibt dünn, weich und leicht süß, wie ein skandinavischer Kartoffelpfannkuchen.

Ein norwegisches Weihnachtsbrot-Rezept

Lefse ist auch ein norwegisches Weihnachtsbrot-Rezept. In vielen Familien wird sie im Dezember gebacken und an den Feiertagen serviert, zu lutefisk oder pinnekjøtt oder einfach mit Butter und Zucker zum Kaffee. Sie steht auch neben anderen Weihnachtsleckereien wie unseren Krumkake, den gerollten Waffeln. Lefse gemeinsam zu backen gehört zu den Traditionen der Adventszeit.

Eine einfache norwegische Spezialität

Trotz ihres zarten Aussehens ist sie eine einfache norwegische Spezialität. Die Zutaten sind schlicht und günstig: Kartoffeln, Butter, Sahne und Mehl. Die einzige Herausforderung ist das dünne Ausrollen: Die ersten Fladen werden vielleicht unregelmäßig, schmecken aber trotzdem. Mit etwas Übung gelingt ein Fladen nach dem anderen mühelos. Kinder lieben es, sie zu belegen und aufzurollen.

Lefse aufbewahren

Zum Aufbewahren der Lefse die Fladen gestapelt unter einem Tuch abkühlen lassen, dann geviertelt in einen Gefrierbeutel geben. Sie halten sich 3 bis 4 Tage im Kühlschrank und lassen sich sehr gut bis zu 3 Monate einfrieren, mit Backpapier zwischen den Fladen. Zum Aufwärmen einige Sekunden in die Pfanne legen oder einfach auf Raumtemperatur kommen lassen.

Häufige Fragen zu Lefse

Warum klebt mein Lefse-Teig?

Das Püree war wahrscheinlich noch lauwarm oder zu feucht. Es muss ganz kalt sein. Arbeitsfläche und Nudelholz großzügig bemehlen und den Teig oft wenden.

Kann man Lefse mit Kartoffelpüree-Flocken machen?

Ja, einige moderne norwegische Rezepte verwenden Kartoffelflocken. Der Geschmack ist weniger fein, aber der Teig lässt sich leichter verarbeiten.

Warum sind meine Lefser hart?

Sie waren zu lange auf der Platte oder lagen an der Luft. Nur so lange backen, bis braune Flecken erscheinen, und sofort unter einem Tuch stapeln.