
Frikadeller (dänische Frikadellen)
Zutaten
Zubereitung
- Das Hackfleisch in einer Schüssel mit dem Salz verkneten, bis es leicht klebrig wird (1 bis 2 Minuten).
- Geriebene Zwiebel, Ei, Mehl, Pfeffer, Muskat und Piment zugeben. Gut vermengen.
- Das Sprudelwasser nach und nach unterrühren: Der Teig soll weich sein, fast wie dickes Püree, aber nicht flüssig.
- Abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen: Das Mehl quillt und der Teig hält besser zusammen.
- Die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schäumend zerlassen. Mit einem in die Butter getauchten Esslöffel eine Portion abstechen und an der Handfläche oval formen.
- Die Frikadeller mit Abstand in die Pfanne legen. Pro Seite 6 bis 8 Minuten braten, dabei ganz leicht flach drücken, bis sie tief goldbraun und durchgegart sind (72 °C).
- Heiß mit Kartoffeln, brauner Soße und Rotkohl servieren oder kalt auf Roggenbrot.
Notizen
In Butter gebräunt, innen zart und mit ihrer typisch ovalen Form: Frikadeller sind das Lieblingsgericht dänischer Familien. Diese dänischen Frikadellen aus Schweine- und Kalbfleisch sind in wenigen Minuten zubereitet und werden einfach in der Pfanne gebraten. In diesem Frikadeller Rezept verraten wir die richtige Fleischmischung, den Trick mit Sprudelwasser, die Gewürze, die klassischen Beilagen und unsere Tipps für ein sicheres Gelingen.
Frikadeller, eine dänische Fleischspezialität
Fragt man Dänen nach ihrem Lieblingsessen, stehen Frikadeller fast immer an der Spitze der Umfragen. Sie sind die beliebteste dänische Fleischspezialität: zum Abendessen unter der Woche, in Kantinen, auf Festbuffets und sogar in der Brotdose am nächsten Tag. Das Wort stammt wohl vom französischen „fricadelle“, kam über das Deutsche nach Dänemark und bezeichnet seit dem 18. Jahrhundert diese gebratenen Hackfleischbällchen. Deutsche Leser kennen die Verwandtschaft mit unseren Frikadellen und Buletten.
Jede Familie hat ihr eigenes Rezept: mehr oder weniger Zwiebel, Milch oder Sprudelwasser, Paniermehl oder Mehl. Die Form bleibt aber immer gleich: ein ovales, leicht flaches Bällchen, mit dem Löffel geformt.
Ein skandinavisches Pfannen-Hacksteak
Die Frikadelle ist ein echtes skandinavisches Pfannen-Hacksteak, eine Säule der nordischen Wohlfühlküche. Anders als andere Fleischbällchen schmort sie nie in Soße: Sie wird einfach in Butter gebraten und bekommt so eine braune, karamellisierte Kruste und ein zartes Inneres. Soße wird, wenn überhaupt, extra gereicht.
Wie macht man Frikadeller?
So macht man Frikadeller in vier einfachen Schritten. Zuerst das Fleisch mit dem Salz verkneten: Der Teig wird leicht klebrig und hält besser zusammen. Dann geriebene Zwiebel, Ei, Mehl und Gewürze zugeben und die Flüssigkeit nach und nach einarbeiten. Den Teig ruhen lassen, formen und in Butter bräunen. Rechnen Sie mit etwa 35 Minuten Arbeit plus Ruhezeit.
Das Hackfleisch für Frikadeller
Das traditionelle Hackfleisch für Frikadeller ist eine Mischung aus Schwein und Kalb zu gleichen Teilen. In Dänemark kauft man es fertig gemischt als hakket svine- og kalvekød. Schwein bringt Saftigkeit und Geschmack, Kalb Feinheit. Sie können das Kalb durch Rinderhack ersetzen: Das Ergebnis wird etwas fester. Wählen Sie nicht zu mageres Fleisch mit etwa 10 bis 15 % Fett, sonst werden die Frikadellen trocken.
Ein Rezept für Hacksteaks aus Schwein und Kalb
Dieses Rezept für Hacksteaks aus Schwein und Kalb eignet sich auch für anderes: als Mini-Version zum Aperitif, als Burger im Brötchen oder größer als Hauptgericht. Behalten Sie einfach die gleichen Teigmengen bei.
Sprudelwasser oder Milch in Frikadellen?
Das ist das Geheimnis leichter Frikadeller. Gehört Sprudelwasser oder Milch in Frikadellen? Beides funktioniert. Milch ergibt einen weichen, cremigen Teig, die Version der Großmutter. Sprudelwasser, in Dänemark immer beliebter, bringt kleine Bläschen, die den Teig lockerer machen. Viele Köche nehmen halb und halb. In jedem Fall die Flüssigkeit nach und nach mit dem Mehl einarbeiten: Der Teig soll weich sein, aber im Löffel seine Form behalten.
Das traditionelle Frikadeller-Rezept
Im traditionellen Frikadeller-Rezept werden die Bällchen nicht zwischen den Händen gerollt. Man nimmt einen Esslöffel, taucht ihn in die heiße Butter in der Pfanne, sticht eine Portion Teig ab und formt sie oval, indem man sie an der Handfläche glättet. Dann kommt sie sofort in die Pfanne. Der in Butter getauchte Löffel verhindert, dass der Teig klebt. Die Frikadeller braten dann sanft 6 bis 8 Minuten pro Seite, bis sie tief goldbraun sind.

Gewürze für Frikadeller
Die Gewürze für Frikadeller sind einfach: geriebene Zwiebel, Salz und Pfeffer, am besten weiß, bilden die Basis. Eine Prise geriebene Muskatnuss gibt die warme Note, die man in vielen nordischen Fleischbällchen findet. Piment ist eine mögliche Ergänzung, sparsam dosiert. Mehr Ideen in unserem Gewürzratgeber.
Frikadeller vs. Köttbullar: Was ist der Unterschied?
Oft vergleicht man Frikadeller vs. Köttbullar, dabei sind es zwei ganz verschiedene Gerichte. Schwedische Köttbullar sind klein, perfekt rund, oft aus Rind und Schwein, und werden mit Sahnesoße und Preiselbeeren serviert. Dänische Frikadeller sind größer, oval, aus Schwein und Kalb und einfach gebraten. Ihre norwegischen Nachbarn, die Kjøttkaker, sind große Rindfleisch-Frikadellen, die in brauner Soße schmoren. Drei Länder, drei Arten, Hackfleisch zuzubereiten.
Beilagen zu Frikadeller
Die klassischsten Beilagen zu Frikadeller sind in Dänemark Salzkartoffeln, braune Soße (brun sovs) und süßsaurer Rotkohl (rødkål). Im Sommer serviert man sie lieber mit süßsaurem Gurkensalat (agurkesalat), Gewürzgurken, eingelegter Roter Bete oder Kartoffelsalat.
Dänischer Kartoffelsalat
Dänischer Kartoffelsalat (kartoffelsalat) wird aus gekochten, abgekühlten neuen Kartoffeln gemacht, vermischt mit einem cremigen Dressing aus Crème fraîche und etwas Mayonnaise, roter Zwiebel, viel Schnittlauch und frischem Dill sowie einem Hauch Senf. Er passt perfekt zu warmen oder kalten Frikadeller beim Picknick oder Grillen.
Kalte Frikadeller auf Smørrebrød
Reste isst man kalt! Kalte Frikadeller auf Smørrebrød sind ein Klassiker des dänischen Mittagessens: Die Frikadelle in Scheiben schneiden, auf eine gebutterte Scheibe Rugbrød legen und Rotkohl oder einen Löffel Remoulade und ein paar Gurkenscheiben dazugeben. Es ist eines der beliebtesten Smørrebrød des Landes.
Unsere Tipps für perfekte Frikadeller
Lassen Sie die Ruhezeit nicht aus: Der Teig hält beim Braten besser. Reiben Sie die Zwiebel sehr fein, damit sie im Teig zergeht. Braten Sie eine kleine Probe, um die Würze zu prüfen, bevor Sie alle formen. Braten Sie bei mittlerer Hitze, nicht zu stark, damit die Außenseite bräunt, ohne zu verbrennen, bevor die Mitte gar ist.
Häufige Fragen zu Frikadeller
Kann man Frikadeller im Ofen backen?
Ja, bei 200 °C etwa 20 Minuten auf einem gebutterten Blech. Sie werden weniger braun als in der Pfanne, aber für große Mengen ist das praktisch.
Kann man den Teig vorbereiten?
Ja, bis zu 12 Stunden gut abgedeckt im Kühlschrank. Vor dem Formen noch einmal durchmischen.
Kann man Frikadeller einfrieren?
Ja, gebraten und abgekühlt. Direkt aus dem Gefrierfach in der Pfanne oder im Ofen aufwärmen.
Warum fallen meine Frikadeller beim Braten auseinander?
Der Teig ist wahrscheinlich zu flüssig oder hat nicht lange genug geruht. Einen Löffel Mehl zugeben, 30 Minuten kühl ruhen lassen und die Frikadellen erst wenden, wenn die erste Seite gut gebräunt ist: Die Kruste hält sie zusammen.


