
Fiskekaker (norwegische Fischfrikadellen)
Zutaten
Zubereitung
- Den Fisch in Stücke schneiden, sorgfältig mit Küchenpapier trocken tupfen und bis zuletzt im Kühlschrank aufbewahren.
- Den Fisch mit dem Salz in der Küchenmaschine 1 Minute pürieren, bis eine glatte, klebrige Masse entsteht.
- Stärke, weißen Pfeffer, Muskat und Ei zugeben und einige Sekunden mixen. Dann die eiskalte Milch nach und nach unter kurzem Pulsieren einarbeiten, bis die Masse glatt, leicht und fest genug ist, um auf dem Löffel zu halten. Den Schnittlauch mit einem Teigschaber unterheben.
- Einen Teil der Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen.
- Mit einem nassen Esslöffel etwas Masse abstechen, eine ovale Frikadelle von etwa 2 cm Dicke formen und in die Pfanne setzen. Leicht flach drücken. Mit dem Rest portionsweise fortfahren und Butter nachgeben.
- Von jeder Seite 3 bis 4 Minuten braten, bis die Fiskekaker goldbraun und fest sind. Die Hitze reduzieren, wenn die Kruste zu schnell bräunt.
- Heiß mit Salzkartoffeln, geraspelten Möhren, karamellisierten Zwiebeln und Dillsoße servieren, oder abkühlen lassen und auf Brot essen.
Notizen
Außen goldbraun, innen weiß und zart: Fiskekaker gehören zu den beliebtesten Gerichten Norwegens. Diese norwegischen Fischfrikadellen werden aus püriertem weißem Fisch, Milch und Stärke gemacht und in Butter in der Pfanne gebraten. In diesem Fiskekaker Rezept erklären wir, welchen Fisch du wählst, wie die Masse gelingt, wie du sie brätst und was dazu passt.
Fiskekaker, eine norwegische Fischspezialität
Auf Norwegisch bedeutet Fiskekaker „Fischkuchen“. Es ist die norwegische Fischspezialität schlechthin, aus einem Land, dessen Küsten seit jeher vom Fischfang leben. Man kauft sie beim Fischhändler, isst sie in der Schulkantine, zum Abendessen unter der Woche oder kalt auf einer Scheibe Brot. Sie sind die Meeres-Cousins der Kjøttkaker, der norwegischen Frikadellen: dieselbe flache Form, derselbe Geist der Familienküche.
Ein traditionelles Fiskekaker Rezept
Ein traditionelles Fiskekaker Rezept ist ganz einfach: weißer Fisch, Salz, Stärke, Milch und ein paar milde Gewürze. Das Geheimnis liegt in der Verarbeitung der Masse. Zuerst wird der Fisch mit dem Salz püriert: Das Salz macht das Fleisch klebrig und elastisch wie einen Teig. Dann kommt die Stärke dazu und danach nach und nach die eiskalte Milch. Die Masse wird glatt, leicht und fast schaumig. Das gibt Fiskekaker ihre besondere Konsistenz, fest und zart zugleich.
Welcher weiße Fisch für Fischfrikadellen?
Der beste weiße Fisch für Fischfrikadellen nach norwegischer Art ist Kabeljau, Schellfisch oder Seelachs. Wähle sehr frischen Fisch ohne Haut und Gräten. Tupfe ihn gut trocken: Zu nasser Fisch ergibt eine weiche Masse, die in der Pfanne zerläuft. Tiefkühlfisch geht auch, wenn du ihn im Kühlschrank auftaust und gut abtropfen lässt. Halte ihn bis zuletzt kalt, das ist entscheidend, damit die Masse hält.
Kartoffelstärke in Fischfrikadellen
Wie bei den Kjøttkaker verwenden Norweger Potetmel. Kartoffelstärke in Fischfrikadellen bindet die Masse, ohne sie schwer zu machen, und hält die Milch beim Braten fest. Mit Mehl oder Paniermehl würden die Frikadellen kompakter. Die Milch muss eiskalt sein, direkt aus dem Kühlschrank: Eine Masse, die in der Küchenmaschine warm wird, wird körnig und verliert ihre Leichtigkeit.
Wie macht man Fiskekaker?
So machst du Fiskekaker ganz einfach. Den kalten Fisch eine Minute mit dem Salz pürieren. Stärke, Gewürze und Ei zugeben, dann die Milch in kleinen Mengen. Mit einem nassen Löffel ovale Frikadellen von 2 cm Dicke formen und in die heiße Butter setzen. Pro Seite 3 bis 4 Minuten braten. Eigentlich ist es ein sehr schnelles Rezept für Fischpflanzerl aus Hackfisch: 40 Minuten von Anfang bis Ende.

Fiskekaker im Ofen oder in der Pfanne?
Sollte man Fiskekaker im Ofen oder in der Pfanne zubereiten? Die Pfanne ist die traditionelle Methode: Die Butter sorgt für eine goldene Kruste und ein unwiderstehlich nussiges Aroma. Der Ofen ist leichter und praktischer für große Mengen: Die Frikadellen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, mit etwas flüssiger Butter bestreichen und 15 bis 18 Minuten bei 200 °C backen. Sie werden heller, bleiben aber sehr zart.
Gewürze für Fischfrikadellen
Die Gewürze für Fischfrikadellen sind dezent, um den feinen Fischgeschmack zu bewahren. Muskatnuss oder Macis, ihr Samenmantel, ist am traditionellsten. Weißer Pfeffer würzt, ohne schwarze Pünktchen zu hinterlassen. Schnittlauch oder Dill bringen Frische. Manche geben etwas Zitronenschale dazu. Weitere Kombinationen findest du in unserem Gewürz-Ratgeber.
Skandinavische Fischfrikadellen
Fiskekaker gehören zu einer großen Familie: den skandinavischen Fischfrikadellen. In Dänemark isst man Fiskefrikadeller, oft mit Remoulade. In Schweden sind Fiskbullar pochierte Fischbällchen in Soße. Norwegische Fiskekaker zeichnen sich durch ihre sehr feine, fast schaumige Masse und das Braten in Butter aus.
Varianten von Fiskekaker
Jede Region Norwegens hat ihre eigene Version. An der Westküste rund um Bergen sind Fiskekaker oft feiner und weißer, mit viel Milch. Im Norden werden sie manchmal mit Seelachs gemacht, der kräftiger schmeckt. Manche Familien geben etwas geriebene Zwiebel dazu, andere einen Hauch Ingwer. Es gibt außerdem Fiskeboller, pochierte Fischklößchen in weißer Soße, und Fiskepudding, dieselbe Masse im Ofen in einer Form gegart. So wird keine Masse verschwendet.
Welche Soße zu Fischfrikadellen?
Die einfachste Soße zu Fischfrikadellen ist eine weiße Dillsoße: eine Mehlschwitze aus Butter und Mehl, mit Milch oder Fischfond aufgegossen und mit frischem Dill und einem Spritzer Zitrone verfeinert. Zerlassene Butter mit Kapern und Zitrone ist eine weitere schnelle Möglichkeit. In norwegischen Familien gibt es Fiskekaker auch oft mit brauner Zwiebelsoße, der Løksaus.
Beilagen zu Fiskekaker
Die klassischsten Beilagen zu Fiskekaker sind Salzkartoffeln, rohe geraspelte Möhren (Råkost) mit etwas Zitrone und langsam in Butter karamellisierte Zwiebeln. Erbsen, Kohl oder Gurkensalat passen ebenfalls. Reste wandern gern in eine Lefse, den norwegischen Kartoffelfladen.
Fiskekaker als Sandwich, sogar mit Brunost
In Norwegen isst man Fiskekaker auch kalt, auf einer Scheibe Butterbrot, mittags oder in der Brotdose. Manche Norweger probieren sogar Fiskekaker als Sandwich mit Brunost, dem karamellisierten braunen Käse. Eine überraschende süß-salzige Kombination, die eher eine Kuriosität als eine Tradition ist. Am häufigsten ist Brot mit ein paar Scheiben Gurke oder Gewürzgurke.
Unsere Tipps für perfekte Fiskekaker
Halte alles sehr kalt: Fisch, Milch und wenn möglich sogar den Behälter der Küchenmaschine. Nach dem Zugeben der Milch nicht zu lange mixen. Brate eine kleine Probefrikadelle, um die Würze zu prüfen, bevor du die anderen formst. Befeuchte den Löffel zwischen den Frikadellen, damit sie leicht abgleiten. Und überlade die Pfanne nicht: Die Frikadellen sollen braten, nicht dämpfen.
Häufige Fragen zu Fiskekaker
Kann man Fiskekaker einfrieren?
Ja, gebraten. Abkühlen lassen, flach vorfrieren und dann in einen Beutel geben. Sie halten 3 Monate und lassen sich in der Pfanne oder im Ofen aufwärmen.
Meine Masse ist zu flüssig, was tun?
Der Fisch war wohl zu nass oder die Milch kam zu schnell dazu. Einen Löffel Stärke zugeben und die Masse 15 Minuten in den Kühlschrank stellen, bevor du sie formst.
Kann man Fiskekaker ohne Küchenmaschine machen?
Ja, indem du den Fisch mit dem Messer sehr fein hackst und ihn dann lange mit dem Salz mit einem Teigschaber bearbeitest. Die Konsistenz wird etwas weniger fein, aber trotzdem köstlich.


