Spalterbsen-Aufstrich mit Kreuzkümmel

Tartinade de pois cassés au cumin dans un bol, avec pain grillé, carottes, radis, endives et crackers
Team Curcuma

Spalterbsen-Aufstrich mit Kreuzkümmel

Ein milder, cremiger Aufstrich aus Spalterbsen mit geröstetem Kreuzkümmel, Olivenöl und Zitrone. Ohne Einweichen, ideal als Fingerfood.
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten
Portionen: 6 Portionen (1 Schale)
Gericht: Snack, Vorspeise
Küche: Mediterran
Kalorien: 195

Zutaten
  

  • 200 g grüne Schälerbsen getrocknet
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Lorbeerblatt
  • 600 ml Wasser
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 Prise Kurkuma
  • 4 EL Olivenöl + ein Schuss zum Servieren
  • 1/2 Zitrone (Saft)
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung
 

  1. Die Spalterbsen mit kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser klar bleibt. Die Zwiebel schälen und vierteln, den Knoblauch schälen.
  2. Spalterbsen, Zwiebel, Knoblauch und Lorbeer mit dem kalten Wasser in einen Topf geben. Aufkochen und den entstehenden Schaum abschöpfen.
  3. Halb zugedeckt bei schwacher Hitze 35 Minuten garen, bis die Erbsen zu Püree zerfallen. Bei Bedarf etwas heißes Wasser dazugeben.
  4. Inzwischen die Kreuzkümmelsamen 1 Minute ohne Fett in einer kleinen Pfanne rösten. Eine Prise zum Garnieren beiseitelegen.
  5. Das Lorbeerblatt entfernen. Die lauwarmen Spalterbsen mit Zwiebel, Knoblauch, Kreuzkümmel, Kurkuma und Zitronensaft pürieren und dabei das Olivenöl in einem dünnen Strahl dazugießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. In eine Schale füllen, mit dem Löffelrücken eine Mulde ziehen, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit dem beiseitegelegten Kreuzkümmel bestreuen. Lauwarm oder kalt servieren.

Notizen

Kein Einweichen nötig. Erst am Ende der Garzeit salzen. Hält sich mit einem Schuss Öl bedeckt 4 Tage im Kühlschrank und 3 Monate im Gefrierfach. Vegan und glutenfrei (mit Gemüse oder glutenfreiem Brot serviert).

Mild, cremig, zartgrün und mit dem Aroma von geröstetem Kreuzkümmel: Der Spalterbsen-Aufstrich mit Kreuzkümmel ist eine der einfachsten und günstigsten Möglichkeiten, selbst gemachtes Fingerfood auf den Tisch zu bringen. Spalterbsen müssen nicht eingeweicht werden. Sie garen 35 Minuten mit einer Zwiebel und einem Lorbeerblatt und werden dann mit Olivenöl, Zitrone und Kreuzkümmel püriert. Das Ergebnis, zum Bestreichen von geröstetem Brot oder zu knackigem Gemüse, ist eine schöne Abwechslung zu Hummus.

Gegarte grüne Spalterbsen mit einem Lorbeerblatt in einem Schmortopf, daneben ein Glas mit getrockneten Spalterbsen

Die Spalterbse, ein vergessener Schatz aus dem Vorratsschrank

Die Spalterbse ist nichts anderes als eine ausgereifte Erbse, die getrocknet, geschält und dann in zwei Hälften gespalten wurde. Es gibt sie in zwei Farben: grüne Schälerbsen, in Frankreich am weitesten verbreitet, und gelbe Schälerbsen, die in Griechenland, Indien oder Skandinavien viel verwendet werden.

Lange waren sie ein Grundnahrungsmittel der bäuerlichen Küche Europas, vor allem im Winter, wenn frisches Gemüse fehlte. In Frankreich kennt man sie vor allem aus der Erbsensuppe und dem Potage Saint-Germain, einem großen Klassiker der bürgerlichen Küche. Seitdem sind sie etwas in Vergessenheit geraten, und das ist schade: Sie sind günstig, halten sich monatelang im Vorratsschrank und lassen sich ohne Einweichen zubereiten.

Eine nährstoffreiche, sättigende Hülsenfrucht

Wie alle Hülsenfrüchte sind Spalterbsen reich an pflanzlichem Eiweiß und Ballaststoffen. Außerdem liefern sie Eisen, Kalium und B-Vitamine. Zusammen mit Getreide, hier dem Brot, auf das du den Aufstrich streichst, ergänzen sie eine vegetarische Mahlzeit gut. Die Ballaststoffe erklären auch, warum sie so satt machen: Ein paar Brote reichen, um bis zum Abendessen durchzuhalten.

Ein Verwandter der griechischen Fava

Wenn dir dieser Aufstrich bekannt vorkommt, hast du vielleicht schon einmal Fava in Griechenland probiert. Trotz ihres Namens enthält die griechische Fava keine Ackerbohnen (Favabohnen): Sie ist ein Püree aus gelben Schälerbsen, das lauwarm mit einem Schuss Olivenöl, rohen roten Zwiebeln und Kapern serviert wird. Auf der Insel Santorini wird die lokale Fava, die eine geschützte Ursprungsbezeichnung trägt, sogar aus einer verwandten Hülsenfrucht zubereitet, einer Platterbse, die auf den vulkanischen Böden der Insel wächst.

Unsere Version greift die Idee der Fava auf, mit grünen Schälerbsen, die in Frankreich leichter zu bekommen sind, und ergänzt Kreuzkümmel, der ihr einen warmen, leicht erdigen Charakter verleiht.

Spalterbsen-Aufstrich oder Hummus?

Die beiden werden manchmal verwechselt, sind aber ganz unterschiedlich. Hummus wird aus Kichererbsen und Tahini (Sesammus) zubereitet, das ihm seinen typischen Geschmack gibt. Unser Aufstrich besteht aus Spalterbsen und nur Olivenöl. Er ist milder, leichter im Mund und gart viel schneller, ohne Einweichen am Vortag.

Wenn du Kichererbsen magst, findest du auf Curcuma.top unsere Falafel aus dem Ofen, unsere Kichererbsen-Kräuter-Kroketten und unseren Kichererbsensalat mit Feta und Gurke. Und für eine weitere Hülsenfrucht ohne Einweichen probier unser Rote-Linsen-Dal mit Kokosmilch.

Das Geheimnis eines richtig cremigen Aufstrichs

Die Spalterbsen abspülen

Gib die Spalterbsen in ein Sieb und spüle sie unter kaltem Wasser ab, dabei mit der Hand durchrühren, bis das Wasser klar bleibt. Sortiere dabei eventuelle Steinchen oder beschädigte Erbsen aus.

Abschäumen und erst am Ende salzen

Zu Beginn der Garzeit bildet sich weißlicher Schaum an der Oberfläche: Schöpfe ihn mit einer Schaumkelle ab. Salze erst am Ende der Garzeit. Das Wasser reduziert beim Kochen stark, und zu früh zugegebenes Salz kann den Aufstrich zu salzig machen.

Garen, bis sie zerfallen

Die Spalterbsen sind gar, wenn sie sich mühelos zerdrücken lassen und im Topf zu Püree zu zerfallen beginnen, je nach Alter nach 30 bis 40 Minuten. Ältere Spalterbsen brauchen länger: Gib bei Bedarf etwas heißes Wasser dazu.

Lauwarm mit dem Öl mixen

Püriere die noch lauwarmen Spalterbsen und gieße das Olivenöl dabei in einem dünnen Strahl dazu, wie bei einer Mayonnaise. Der Aufstrich wird glatt, glänzend und cremig. Beim Abkühlen dickt er an: Wird er zu fest, rühre einen Esslöffel heißes Wasser unter.

Gerösteter Kreuzkümmel, der Clou

Kreuzkümmel wird seit der Antike rund ums Mittelmeer, im Nahen Osten und in Indien verwendet. Sein warmes, leicht erdiges Aroma passt perfekt zur Milde von Hülsenfrüchten. Um das Beste herauszuholen, röstest du die Kreuzkümmelsamen eine Minute ohne Fett in einer kleinen Pfanne, bis sie duften. Püriere einen Teil mit und heb den Rest zum Garnieren auf.

Eine Prise Kurkuma und etwas schwarzer Pfeffer runden die Mischung ab: Kurkuma wärmt die Farbe, und der Pfeffer hilft ihr, sich besser zu entfalten. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel zur Kurkuma Wirkung.

Wie servierst du den Spalterbsen-Aufstrich?

  • Als Fingerfood, mit geröstetem Brot, Saatencrackern oder Grissini.
  • Mit knackigem Gemüse: Möhren- und Gurkensticks, Radieschen, Chicoréeblätter, Blumenkohlröschen.
  • Auf griechische Art, lauwarm, mit einem Schuss Olivenöl, Streifen von roter Zwiebel, Kapern und etwas Oregano.
  • Als Brotaufstrich, auf Vollkornbrot mit Rohkost und Frischkäse.
  • Als Beilage, statt Püree, zu gegrilltem Fisch oder unseren Kidneybohnen-Hafer-Pattys.

Varianten

Mit gelben Schälerbsen

Sie ergeben einen goldgelben Aufstrich, der der griechischen Fava sehr nahekommt. Die Garzeit bleibt gleich.

Minze und Zitrone

Ersetze die Hälfte des Kreuzkümmels durch eine Handvoll frische Minzblätter und die abgeriebene Schale einer Zitrone. Der Aufstrich wird sehr frisch, perfekt im Frühling.

Konfierter Knoblauch

Gare drei ganze Knoblauchzehen mit den Spalterbsen und püriere sie mit. Der Knoblauch schmeckt dann mild und fast süßlich.

Rauchige Version

Gib beim Pürieren einen halben Teelöffel geräuchertes Paprikapulver dazu. Der Aufstrich bekommt eine Röstnote, die an Erbsensuppe mit Speck erinnert, nur ohne Fleisch.

Ein günstiges Rezept ohne Lebensmittelverschwendung

Eine Packung Spalterbsen kostet nur ein paar Euro und reicht für mehrere Gläser Aufstrich. Damit ist er eines der günstigsten Fingerfood-Rezepte überhaupt, viel billiger als fertige Aufstriche aus dem Supermarkt und ohne Konservierungsstoffe. Heb auch das Kochwasser auf, falls es nicht ganz aufgesogen wurde: Es eignet sich als Basis für eine Suppe oder um den Aufstrich am nächsten Tag geschmeidiger zu machen. Und wenn du etwas Möhrengrün zur Hand hast, sorgt ein Klecks unseres Möhrengrün-Pestos obendrauf für einen schönen Farbkontrast.

Aufbewahrung

Der Aufstrich hält sich 4 Tage im Kühlschrank, in einem gut verschlossenen Glas und mit einem Schuss Olivenöl bedeckt, damit er nicht austrocknet. Nimm ihn 15 Minuten vor dem Servieren heraus und rühre ihn gut durch. Er lässt sich auch in kleinen Portionen bis zu 3 Monate einfrieren.

Häufige Fragen

Muss ich Spalterbsen einweichen?

Nein. Anders als Kichererbsen oder getrocknete Bohnen haben Spalterbsen keine Schale und können nach einfachem Abspülen direkt gegart werden.

Mein Aufstrich ist zu dick, was tun?

Gib ein bis zwei Esslöffel heißes Wasser oder Kochwasser dazu und püriere noch einmal. Beim Abkühlen dickt er immer an.

Kann ich ihn warm servieren?

Ja. Lauwarm isst man ihn wie ein Püree, auf griechische Art. Kalt ist er fester und lässt sich besser streichen.